Ehe für alle, aber ohne Liebe ist alles nichts

 

Wir als Ökumenische Gemeinschaft Homosexuelle und Kirche – HuK Hannover e.V. – engagieren uns seit fast 40 Jahren für die Belange homosexuell lebender und liebender Menschen. Die Öffnung der Ehe für Homosexuelle, beschlossen vom Bundestag und vom Bundesrat, ist für uns eine Anerkennung und Genugtuung für unser langjähriges Engagement und erfüllt uns mit großer Freude. Wir wünschen allen Paaren, ob hetero- oder homosexuell, die die Ehe für sich in Anspruch nehmen, dass die nun erreichte Gleichstellung ein Gewinn für alle ist. Ehe ersetzt nicht die Liebe, die das stützende und tragende Band einer Beziehung ist, aber die Ehe ermöglicht Menschen, die sich im Standesamt und evtl. auch in der Kirche aus Anlass der standesamtlichen Trauung zueinander bekennen, in der Gesellschaft Halt und Anerkennung zu finden. Dies ist ein Gewinn für alle.

Unabhängig, ob es noch zu einer Klage in Karlsruhe kommt, hat die bisherige Debatte über die Ehe für alle bewiesen, dass endlich die “ Epoche der Akzeptanz“, wie es Vorkämpfer Volker Beck nannte, in Deutschland Einzug gehalten hat. Auch wenn die Fülle der Vorurteile und Diskriminierungen

in dieser Debatte ebenfalls ans Tageslicht kamen, sind wir froh und glücklich,

über diesen wichtigen und richtigen Schritt des Gesetzgebers in Richtung zu einer offenen und toleranten Gesellschaft, in der jeder Mensch in Gleichberechtigung und Freiheit leben kann.

„Liebe verdient Respekt“ war das Motto früherer CSD-Veranstaltungen.

Dieser Respekt wird mit der Ehe für alle nun auch vor dem Gesetz jedem Menschen in Deutschland, unabhängig von seiner sexuellen Identität, entgegengebracht. Für uns hat ganz einfach die Liebe gesiegt. Sie ist das Größte in jeder Beziehung.

 

Das Leitungsteam

Hans-Jürgen Meyer – Dete Knopf – Uwe Seiffert – Marcus Reinhold – Reinhard Roedenbeck – Christoph Lehmann